Turbinentypen




Folgende Standardturbinenarten finden vorwiegend Verwendung:



Peltonturbine:
Peltonturbine

Dieser Typus findet seinen Einsatz in großen Speicherkraftwerken. Für ihre Größe hat sie eine relativ geringe Durchflussmenge. Dies resultiert aus dem Umstand, dass das Wasser mit sehr hohem Druck eingedüst werden muss. Der hohe Druck wird durch eine kleine Düsenöffnung und ein hohes Gefälle (300 - 1.800 m) erreicht. Der Wirkungsgrad solch einer Anlage beträgt ca. 85 - 90 %.


Francisturbine:
Francisturbine

Die Francisturbine wird sowohl in Speicher- als auch in Laufwasserkraftwerken eingesetzt. Sie ist für den mittleren Druckbereich und eine geringe Durchflussmenge ausgelegt und geeignet. Fallhöhen dieser Konstruktionsart liegen zwischen 25 - 300 m. Diese Turbinenart hat ähnlich wie die Kaplanturbine einen Wirkungsgrad von ca. 85 - 90%.


Kaplanturbine:
Kaplanturbine

Da die Stadtwerke Hameln ausschließlich Weiterentwicklungen der Kaplan-Turbine zur Stromgewinnung nutzen, soll diese Turbinenart im Folgendem genauer beschrieben werden.

Die Kaplan-Turbine wurde 1913 vom österreichischen Ingenieur Viktor Kaplan entwickelt. Sie eignet sich besonders für Flüsse, bei denen große Wassermengen bei geringem Gefälle zur Verfügung stehen. Vertikal eingebaute Kaplan-Turbinen werden in Flusskraftwerken für Fallhöhen bis maximal 65 m eingesetzt. Das Laufrad der Kaplan- Turbine ist einem Schiffspropeller ähnlich.Durch dessen verstellbare Schaufeln strömen die Wassermassen und treiben die Turbine an.


Die Kaplan-Turbinen in unseren Anlagen:

Eine Weiterentwicklung der Kaplan-Rohrturbine ist die S-Turbine. Sie wird für kleinere Kraftwerke bis etwa 15 MW und Fallhöhen bis 15 m (max. 25 m) standardmäßig gefertigt. Das Saugrohr der Rohrturbine ist S-förmig gekrümmt. An der Stelle der S-Krümmung wird die Welle zum Antrieb des Generators herausgeführt. Die besonders kompakte Bauweise und die einfach gehaltenen Ein- und Auslaufbauwerke erfordern minimale Bauabmessungen und tragen damit zur Senkung der Baukosten bei. Durch die aufgrund der geringen Bauabmessungen mögliche geringe Höhe der Krafthäuser können diese gut in die Flusslandschaft eingegliedert werden. Vormontierte Baugruppen ermöglichen minimale Montagezeiten und einen weitgehend wartungsfreien, automatischen Betrieb.


kaplanrohrturbine

Eine andere Weiterentwicklung der Kaplan-Rohrturbine ist die Getriebe-Rohrturbine. Sie wird für kleinere Kraftwerke bis etwa 4 MW und kleine Fallhöhen bis max. 12 m standardmäßig gefertigt. Der Generator ist durch unterschiedliche Getriebearten über eine horizontale oder vertikale Achse mit der Turbine verbunden. Durch die Wahl der geeigneten Getriebeübersetzung ist eine optimale Anpassung an die Turbinendrehzahl möglich. Das Getriebe ist als eigenständige Einheit ohne Turbinendemontage ausbaubar.