Funktion

Das bedeutendste Merkmal eines Blockheizkraftwerkes ist die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme (Kraft-Wärme-Kopplung).

Mit Hilfe eines Generators erzeugt der erdgasbetriebene Motor elektrische Energie zur Abgabe ins Leitungsnetz. Die im Motor bei der Verbrennung entstehende Wärme wird in ein optimal isoliertes Nahwärmenetz eingespeist. Über einen Wärmespeicher verringern sich die Ein- und Ausschaltphasen des Motors wesentlich. Reicht die Motorwärme für die Wärmeversorgung nicht mehr aus, schaltet sich automatisch der Kessel zu und erzeugt die restliche Wärme.

Gegenüber der getrennten Strom- und Wärmeerzeugung sparen BHKW's mit Gasmotoren bis zu 40 Prozent an Primärenergie ein. Dadurch wird die Umwelt unmittelbar von Schadstoffen aus anderen Verbrennungsprozessen entlastet.

Nutzungsgrad

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Gegenüber der getrennten Strom- und Wärmeerzeugung sparen BHKW's mit Gasmotoren bis zu 40 Prozent an Primärenergie ein und haben somit einen deutlich höheren Nutzungsgrad gegenüber dem herkömmlichen Mischbetrieb aus lokaler Heizung und zentraler Stromversorgung. So erreicht ein modernes Großkraftwerk auf Steinkohlebasis einen Wirkungsgrad von circa 45 Prozent. Das heißt, dass rund die Hälfte der erzeugten Energie als Abwärme anfallen und aufgrund der langen Versorgungswege kaum genutzt werden kann.

Blockheizkraftwerke besitzen einen elektrischen Wirkungsgrad von circa 25 bis 46 Prozent (je nach Größe und Art); der Gesamtwirkungsgrad von circa 90 Prozent resultiert aus kombinierter Nutzung von Strom und Wärme und deren Einsatz direkt vor Ort.