Wie funktioniert eine Biogasanlage?

Als Basismaterial für landwirtschaftliche Biogas-Anlagen dienen Pflanzen wie Raps, Hirse, Grassilage und – überwiegend – Mais. Diese Pflanzen werden durch spezielle Bakterien unter Ausschluss von Sauerstoff (anaerob) in vier Phasen abgebaut. Dabei produzieren die Bakterien zu rund zwei Drittel Methan, daneben Kohlendioxid, Sauerstoff, Stickstoff und eine geringe Menge weitere Gase. Je höher der Methananteil, desto energiereicher das Biogas. Nach etwa 30 Tagen ist das Substrat vergoren, Methan bildet sich nur noch in sehr geringem Maße.

Das Biogas wird aus dem Fermenter abgesaugt und über einen Speicher zu einem Blockheizkraftwerk (BHKW) geleitet; die im BHKW wirkende Kraft-Wärme-Kopplung sorgt dabei für eine Strom- und Wärmeerzeugung.

Die elektrische Energie kann ins öffentliche Elektrizitätsnetz eingespeist, die Wärme auf dem Betrieb oder in der näheren Umgebung eingesetzt werden.

Die vergorenen Pflanzenreste können als hochwertiger Dünger in der Landwirtschaft Verwertung finden.