Die Wasserkraftanlagen an der Weser:

Wasserkraft gehört zu den ältesten Energiequellen der Menschheit und steht uns als erneuerbare Energie auf unendliche Zeit zur Verfügung.
In Deutschland wurde die Wasserkraft im letzten Jahrhundert massiv ausgebaut, so dass ein Großteil des Potenzials bereits genutzt wird.
Strom aus Wasserkraft
Wesermühlen und die Nutzung der Wasserkraft sind seit Ende des 13. Jahrhunderts eng mit der Stadt Hameln verbunden.
1998 haben die Stadtwerke drei Wasserkraftanlagen der Kampffmeyer-Mühlen mit alten Wasserechten erworben. Seitdem werden rund 13 Mio kWh pro Jahr umweltschonend erzeugte elektrische Energie in das Stadtwerkenetz eingespeist. Dieser Anteil beträgt ca. 5% des Hamelner Jahresbedarfes.
Über 3.700 Drei-Personen-Haushalte können damit ihren Strombedarf von durchschnittlich 3.500 kWh/Jahr decken.
Die drei Wasserkraftanlagen sind im Bereich zweier Wehre positioniert und für eine Fallhöhe von 2,8 m ausgelegt. Die Gesamtleistung der drei Kaplan-Rohrturbinen in der Pfortmühle sowie im Werder beträgt 1.950 kW.
Bei den Wasserkraftanlagen der Stadtwerke handelt es sich ausschließlich um Laufwasserkraftwerke. Sie befinden sich im Strömungsverlauf der Weser in der Nähe der „Pfortmühle“ und „Alten Schleuse“ . Die Wasserkraftanlagen wurden von der in Hameln ansässigen Wesermühlen AG (Getreidemühlen), von den Stadtwerken im Jahre 1998 käuflich erworben und im Anschluss aufwendig saniert.
Jahresproduktion der Wasserkraftanlagen:
Die Wasserkraftanlagen „Pfortmühle“ und „Alte Schleuse“ produzieren zusammen rund 12 Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr. Das sind etwa 5 % des Hamelner Bedarfs. Über 3400 Drei-Personen-Haushalte mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 3500 Kilowattstunden im Jahr können damit versorgt werden.
Das Gefälle vor und nach den Wasserkraftanlagen liegt zwischen 0 und maximal 3,50 m.
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