Die Stadtwerke stechen in See
Stromerzeugung aus Windkraft boomt. Auch auf Nord- und Ostsee sollen in den kommenden Jahren möglichst viele Windräder drehen, um den Energiebedarf zu decken und das Klima zu schonen. Nach dem ersten Testfeld "alpha ventus" ist der erste kommerzielle Windpark "Bard Offshore 1" bereits im Bau. Er bekommt jetzt einen neuen Eigentümer und die Stadtwerke Hameln sind dabei.
Windstrom aus der Nordsee wird bald in Hameln für „grünes“ Licht sorgen, freut sich Geschäftsführerin Susanne Treptow. Der Windpark „Bard Offshore 1“ entsteht derzeit rund 100 Kilometer nordwestlich der Insel Borkum. Die ersten drei gigantischen Windräder stehen im 40 m tiefen Wasser. Nach Fertigstellung im Herbst 2011 werden sich 80 Windräder mit einer Leistung von insgesamt 400 MW drehen. Die Windräder ragen 151 Meter in den Himmel und der Rotorstern hat einen Durchmesser von 122 Metern. Jetzt hat der erste kommerzielle Windpark neue Eigentümer: die SüdWestStrom Stadtwerke-Kooperation, an der die Stadtwerke Hameln beteiligt sind. Die Gesellschafter aus ganz Deutschland haben den Kauf beschlossen. Planung und Bau des Windparks realisiert das auf Offshore-Windenergie spezialisierte Unternehmen BARD mit Hauptsitz in Emden.
Die Investition für den Windpark beläuft sich auf 1,5 Mrd. EUR. Die Stadtwerke Hameln werden 3 Mio. EUR investieren und sind damit mit circa 2,4 MW an dem 400 MW Windpark beteiligt. Der gesamte Windpark produziert circa 1,6 TWd = 1,6 Mrd. kWh und das entspricht einem Stromverbrauch von 400.000 Privathaushalten.
Das besondere an dem Projekt ist für die Stadtwerke Hameln der Fortschritt des Projektes. Die Finanzierung des Windparks ist gesichert, der Netzanschluss ist bereits erfolgt und die Aufstellung der Windkraftanlagen erfolgt mit dem eigens dafür gebauten Arbeitsschiff „Wind Lift 1“.
Mit der Beteiligung an der SüdWestStrom Windenergie GmbH & Co. KG und der Fertigstellung des Windparks in 2011 erzielen die Stadtwerke Hameln bereits einen Erzeugungsanteil von 18 Prozent ihres Strombedarfs mit erneuerbare Energien. Um den Bürgerinnen und Bürgern eine sichere und preiswertere Energieversorgung bieten zu können, wollen wir ab 2015 circa 50 Prozent des Hamelner Strombedarfs in eigenen Erzeugungsquellen produzieren. Der Erzeugungsmarkt wird maßgeblich von den 4 großen Energiekonzernen bestimmt, die neben den Spekulanten den Strompreis bestimmen. Hiervon wollen wir uns zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger unabhängiger machen, den Energie und Wasser gehören zu den Grundbedürfnissen aller Menschen, die für jedermann bezahlbar sein müssen, um den Wohlstand zu sichern und die Lebensqualität zu erhalten, ist Geschäftsführerin Susanne Treptow überzeugt.
Zusätzlich leisten die regenerativen Energien einen wichtigen Beitrag, um das Klima zu schonen und die Umwelt zu schützen, denn anders als Kohlekraftwerke stößt die Windkraft kein klimaschädliches Kohlendioxid aus. Im Rahmen des Hamelner Klimaschutzkonzeptes leisten wir somit einen wichtigen Beitrag zum nationalen Klimaschutz.









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