Feldrundfahrt 2009
19. Feldbereisung im Wasserschutzgebiet Hameln-SüdNach 2003 nahmen die Stadtwerke Hameln im Rahmen ihrer traditionellen Feldbereisung das Thema „Tündernsee“ wieder auf. Wie die Geschäftsführerin der Stadtwerke, Susanne Treptow, bei ihrer Begrüßung gegenüber den rund 80 Teilnehmern ausführte, beteiligten sich die Stadtwerke seinerzeit an dem Planungskonzept der Tündernsee GmbH & Co. KG für das Auskiesungsgebiet zwischen Tündern und Hameln. Hier wurde aus Sicht der Stadtwerke ein wichtiger Beitrag zur Entflechtung des Nutzungskonfliktes Trinkwasserschutz/Naherholung im Raum Hameln-Süd geleistet. Als Entwicklungsziel soll ein großer See mit ca. 100 ha Wasserfläche entstehen. Möglich wurde dieses Konzept letztlich auch durch die Verlegung der Brunnen am Wasserwerk I auf den Tünderanger und der damit verbundenen Neufestlegung des Wasserschutzgebietes, das sich künftig ausschließlich östlich der Bahnstrecke erstreckt. Nach Abschluss der Planungen 2003 stellten sich zunächst einige massive Probleme einer Projektrealisierung entgegen. Durch das starke Engagement der Geschäftsführer der Tündernsee GmbH & Co. KG, Karl-Friedrich Meyer und Friedrich-Wilhelm Kropp, konnten jedoch in den vergangenen 6 Jahren viele Hindernisse aus dem Weg geräumt werden. Durch den Bau eines Ersatzweges für die Nordstraße und die Umlegung der Hochspannungs-Freileitungen wurde ein großer Schritt in Richtung Schaffung einer zusammenhängenden Wasserfläche getan. Aktuell sind die Akteure bestrebt, die bestehenden Planfeststellungen dahingehend anzupassen, dass durch ein abgestimmtes Handeln der vor Ort tätigen Kiesunternehmen die touristische Entwicklung des Gebietes gesichert ist.
Neue Wasserleitung nach Tündern:
Die Stadtwerke waren in der Vergangenheit auch in ihrer Funktion als örtliches Versorgungsunternehmen ständig in die Projektentwicklung eingebunden. Wie der zuständige Abteilungsleiter Karl-Michael Wiehe ausführte, nutzten die Stadtwerke bei der Umlegung der Hochspannungstrasse Ohr – Afferde die günstige Möglichkeit, mit der neuen Erdleitung gleichzeitig die Wasserleitung nach Tündern zu verlegen, die Ende 2008 in Betrieb genommen wurde. Das schafft die Voraussetzung, alle Kunden im Stadtwerke-Versorgungsgebiet (Hameln und OT Afferde, Holtensen, Hilligsfeld, Tündern, Hastenbeck, Wehrbergen) mit einem Trinkwasser in gleicher Qualität zu versorgen. Außerdem wurden naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen im Nahbereich der Brunnen am Tünderanger realisiert, wodurch gleichzeitig ein direkter Beitrag zum Grundwasserschutz umgesetzt wurde.
Um die enge Kooperation mit der Landwirtschaft zu unterstreichen, wurde auch bei der diesjährigen Bereisung wieder der Zusammenhang zwischen landwirtschaftlicher Bodennutzung und Grundwasserschutz an Hand eines Bodenprofils erläutert.
Die Maßnahmen zum Grundwasserschutz in der Landwirtschaft werden für 9 örtliche Wasserversorgungsunternehmen seit 2008 auf der Basis eines Rahmenvertrages mit dem Land zentral über die IG Weser abgewickelt. Helmut Feldkötter, seit 1. März als Prokurist für die Technik bei den Stadtwerken zuständig, ist gleichzeitig Geschäftsführer der IG Weser.
![]() |
![]() |
![]() |
||
![]() |
![]() |
|||














Kundenzeitung