Ausstellung Museum Hameln
vom 4.9. bis 14.11.2004
Seit 100 Jahren gibt der elektrische Strom Hameln die Energie zum Leben. Anschaulich dokumentierte die erfolgreiche Ausstellung "100 Jahre Strom - Hameln voller Energie" wie der Strom unseren Alltag eroberte. Mit einer Ausstellung der Kunst der australischen Aborigines verabschieden die Stadtwerke das Jubiläumsjahr und zeigen, was die Energie eines Künstlers vermag. Er zieht uns in seinen Bann und zeigt uns unsere Wurzeln -die Energie der Erde.
Mit einer Ausstellung der Kunst der australischen Ureinwohner schließen die Stadtwerke Hameln die Veranstaltungsreihe anlässlich ihres 100jährigen "Stromjubiläums" im Museum Hameln ab.
Die Ausstellung ist geöffnet: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 16.30 Uhr im Museum Hameln, Osterstraße 8 - 9.
Kostenlose Führung durch die Ausstellung:
14. November um 15 Uhr
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Die Ausstellung "Energien der Erde" mit dem Aboriginal Maler Albert "Digby" Moran nähert sich dem Thema "Energie" auf eine ganz andere Weise. Die australischen Ureinwohner wussten als Nomaden, dass ihr Überleben von den Gaben der Erde abhing. Die Ressourcen wurden daher geachtet, Tiere und Pflanzen geehrt. Diese innige Beziehung zur Natur wurde durch die "Traumzeit", das alles umfassende kosmologische Prinzip der Aborigines, vermittelt. Die Traumzeitgeschichten oder "dreamings" stellen den Hauptgegenstand der Aborigines-Kunst dar.
Albert "Digby" Moran wurde 1948 in Ballina, New South Wales geboren. Seine Motive kommen aus dem Stamm der Bundjalung, der eng mit dem Wasser verbunden war, und aus der kulturellen Tradition seines Volkes. Moran greift in seinen gemalten "dreamings" die Achtung der Aborigines vor den Elementen der Erde auf. Sie erzählen dabei aber auch Geschichten, die wir über alle kulturellen Grenzen hinweg verstehen können. Er wählt häufig eine klassische Maltechnik der Aborigines: das "dot-painting". Aus vielen Tupfen entsteht das Bild, oft kombiniert mit engen Lineaturen. Seine Bilder wurden in Australien mit einer Reihe von Preisen ausgezeichnet und in über 35 Einzel- und Gruppenausstellungen in Australien und Europa gezeigt.
Nun ist es gelungen, einen Teil des umfangreichen Werkes von Albert "Digby" Moran im Hamelner Museum präsentieren zu können. Eine einzigartige Gelegenheit, nicht nur um den beeindruckenden Kunstwerken des Australiers zu begegnen, sondern auch, um mit der faszinierenden Kultur der Ureinwohner des fünften Kontinents in Berührung zu kommen. Aus den Sammlungsbeständen der Völkerkundlichen Sammlung der Universität Göttingen und der SUB erinnern spannende Exponate und Handschriften an den ersten "Kulturkontakt" zwischen Europa und Australien im 17. und 18. Jahrhundert. Bumerang und Didgeridoo, Waffen, Schmuck und Arbeitsgeräte aus der Sammlung Klaus Glöckner/Leipzig vermitteln einen Eindruck vom "Kunsthandwerk" der australischen Ureinwohner.
Flankiert wird die Kunstausstellung darüber hinaus von einer Präsentation australischer Opale und Opalschmuck der Gallerie "MAKA"/Osterwald und von "Rainbowdream"/Byron Bay, Australien (www.rainbowdream.com).
Großes Interesse an Musik und Lesung im Museum Hameln - Besucher mussten abgewiesen werden.
Ein faszinierender Abend im Museum Hameln: Im Rahmen der Sonderausstellung "Energien der Erde - Aboriginal Art" (4.9.2004-14.11.2004) gab es gestern ein Erlebnis der besonderen Art. Maria Kaluza las Texte der Aborigines, Waskhar Schneider und Galtai Galsan spielten traditionelle Musik ihrer Heimat dazu. Australien meets Osterwald, Peru und die Mongolei - und etwas ganz Besonderes und Neues entstand.
102 hoch konzentrierte Besucher erlebten einen unvergesslichen Abend. Die eindringlichen, schmerzhaft klaren Texte der Aborigines, die für ihre Kultur und Lebensweise kämpfen müssen, wurden in der luziden Interpretation von Maria Kaluza so lebendig, dass die Zuhörer das Leid förmlich mit empfinden konnten. Galtai Galsan, der Sohn des bekannten mongolischen Dichters Galsan Tschinag, begleitete die mythologischen und modernen Texte mit der Pferdekopfgeige und Gesang. Waskhar Schneider spielte so exotische Instrumente wie die Srutibox, das Monocord, Klangschalen und Kalimba. Die Ausnahmemusiker hatten mit der Künstlerin zwei Tage geprobt und ihre Musik voll auf die Texte abgestimmt. In diesem Gesamtkunstwerk, mit phantastischen Improvisationen der professionellen Künstler, gewannen die Texte an Eindringlichkeit, (ver)führte die Musik in fremde Welten.
Der Abend wurde vom SWR aufgenommen, der eine CD produzieren wird. So wird dieses Erlebnis auch für diejenigen Wirklichkeit, die an dem Abend nicht teilnehmen konnten. Denn obwohl alle Besucher zusammenrückten, konnten nicht alle Interessierten eingelassen werden. Der Abend war völlig ausverkauft.
Der Dank der Veranstalter galt auch den Stadtwerken Hameln, die nicht nur die Sonderausstellung, sondern auch diesen aufregenden Abend finanziert hatten.










Strompreise bleiben 2010 stabil

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