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22. traditionelle Feldrundfahrt im Wasserschutzgebiet Hameln-Süd

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Das Interesse ist ungebrochen: Bereits zum 22. Mal hatten die Stadtwerke Hameln zur schon traditionellen Feldbereisung in das Wasserschutzgebiet Hameln-Süd eingeladen.

 

 

Stadtwerke-Geschäftsführerin Susanne Treptow und Friedrich Hake in seiner Funktion als Vorsitzender der Interessengemeinschaft der Wirtschaft und der Landwirte im Wasserschutzgebiet Hameln-Süd unterstrichen in ihrer Begrüßung der Gäste die Bedeutung des Trinkwasserschutzes in dem von konkurrierender Nutzung geprägten Wassergewinnungsgebiet und die erfolgreiche Kooperation zwischen Wasserversorger und Landwirten.

 

Indikatoren der Bodenfruchtbarkeit und „Terra Preta“

 

Über das Zusammenspiel einer gewässerschonenden Bewirtschaftung auf der einen und den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit auf der anderen Seite informierte Dr. Hartmut Geries vom Büro Geries Ingenieure, das für die wissenschaftliche Beratung der Kooperation zwischen den Stadtwerken Hameln und den Landwirten verantwortlich zeichnet.  Ein Indikator für Bodenfruchtbarkeit ist beispielsweise der Humusgehalt  - je höher, desto besser. Möglichkeiten zur Humusanreicherung bestehen durch eine vielfältige Fruchtfolge, den Anbau von Zwischenfrüchten und die Einbringung von organischen Düngern.

 

Zur Bodenverbesserung wird aktuell auch intensiv der Einsatz von Terra Preta diskutiert. Welche Grundstoffe für die Herstellung von Biokohle nach dem Konzept von Terra Preta notwendig sind und wie Terra Preta durch die Verwendung von organischen Reststoffen eine Beitrag zum Klimaschutz leistet, erklärte Rainer Sagawe von der Energiegenossenschaft Weserbergland den Gästen.

 

Lebenselixier Trinkwasser

 

Am Hochbehälter „Brösselweg“ gab Karl-Michael Wiehe, verantwortlich für die Gas- und Wasserversorgung bei den Stadtwerken Hameln, Einblick in die Technik hinter der sicheren und zuverlässigen Trinkwasserversorgung in Hameln. Pro Jahr fördern die Stadtwerke über ihre fünf Brunnen rund 3,4 Millionen Kubikmeter reines Grundwasser. Zur Veranschaulichung: Mit dieser Menge könnte ein Würfel mit einer jeweiligen Kantenlänge von 151 Metern - entspricht der Höhe des Kölner Doms - gefüllt werden.

 

Das Hamelner Trinkwasser ist von sehr guter Qualität und kann ohne Bedenken getrunken werden. Die nach der Trinkwasserverordnung regelmäßig zu untersuchenden Parameter liegen alle dauerhaft unterhalb der Grenzwerte. Das Gesundheitsamt des Landkreises Hameln-Pyrmont überwacht als Aufsichtsbehörde die Einhaltung der strengen Grenzwerte der Trinkwasserverordnung. Eine aktuelle Wasseranalyse findet sich auch im Internet unter www.stadtwerke-hameln.de. Auf Wunsch senden die Stadtwerke gerne eine aktuelle Wasseranalyse oder Tipps für einen sparsamen Umgang mit Wasser zu. Einfach anfordern per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder per Telefon unter 05151 788 153.

 

Feldlerchenschutz und produktionsintegrierte Kompensation

 

An der letzten Station berichtet Bernd Mros, Abteilungsleiter Untere Naturschutzbehörde der Stadt Hameln, über den Stand der Machbarkeitsstudie zur Umsetzung von produktionsintegrierter Kompensation (PIK). Für die dauerhafte Absicherung von Maßnahmen, die als Kompensation für Eingriffe in Natur und Landschaft dienen sollen, wird über die Gründung einer Naturschutzstiftung diskutiert.

 

Bärbel Diebel-Geries, vom Büro Geries Ingenieure, stellt als PIK-Maßnahme die Anlage von Feldlerchenfenstern vor. Die Feldlerche erfüllt im Frühsommer mit ihrem Gesang die Luft im unserer offenen Feldflur. In den letzten Jahren ist es bundesweit zu deutlichen Bestandsrückgängen vor allem durch eine Intensivierung der Landwirtschaft gekommen. Durch die Anlage von Lerchenfenstern sollen die Brutbedingungen verbessert und die Bestände erhöht werden.