20. Feldbereisung im Wasserschutzgebiet Hameln-Süd

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20. Feldbereisung im Wasserschutzgebiet Hameln-Süd

Erfolgreiche Kooperation für den Grundwasserschutz

 

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Das Interesse ist ungebrochen. Auch zur 20. schon traditionellen Feldbereisung trafen sich am Sonntag, 6. Juni, über 60 Vertreter der Land-, Forst- und Wasserwirtschaft, des Naturschutzes, der Boden- und Geowissenschaften, der Kommunalpolitik sowie zuständiger Fachbehörden im Wassergewinnungsgebiet Hameln-Süd zum Thema „Kooperation Trinkwasserschutz Hameln-Süd“.

 

So fing es an...

 

Begonnen hat die erfolgreiche Kooperation vor über 20 Jahren, da die Stadtwerke Mitte der 80er Jahren einen steigenden Trend der Nitratgehalte im WSG Hameln-Süd feststellten. Statt dem Bau einer aufwändigen „Aufbereitungsfabrik“ war es Ziel der Geschäftsleitung, vorbeugende Maßnahmen zum Schutz des Trinkwassers gemeinsam mit den Landwirten zu ergreifen. Diese erfolgreiche Kooperation wurde ermöglicht durch die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit des Ingenieur-Büros Dr. Hartmut Geries mit allen Beteiligten. Mit Unterstützung des nieders. Umweltministeriums wurden hier im WSG Hameln-Süd mehrfach Pilotmaßnahmen durchgeführt, so dass das landwirtschaftlich vielschichtig gegliederte Gebiet zu einem der am besten untersuchten Wasserschutzgebiete Niedersachsens gehört.

 

Susanne Treptow, Geschäftsführerin der GWS Stadtwerke Hameln GmbH zeigte in ihrer Begrüßung diese Entwicklung auf und dankte insbesondere dem Vorstand der Interessengemeinschaft Hameln-Süd für die erfolgreiche Zusammenarbeit.

 

Naturschutz: Töneböns Teiche

 

Bernd Mros, Abteilungsleiter der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Hameln, stellte das Pflege- und Entwicklungskonzept für das Naturschutzgebiet Tönebönsteiche vor. Dabei wurden auch die Konflikte zwischen Naturschutz und öffentlicher Nutzung angesprochen. Diese beziehen sich auf die Nutzung des Tönebön-Camp und auf Fragen des Artenschutzes.

 

Anhand eines Bodenprofils stellte Dr. Hartmut Geries die Nitrataustragsproblematik unter landwirtschaftlich genutzten Flächen dar. Karl-Friedrich Meyer, Mitgesellschafter der Biogasanlage Afferde, ging auf die besonderen Anforderungen an den Energiemaisanbau in Wasserschutzgebieten ein. Aus Sicht des Trinkwasserschutzes ist der Maisanbau unter den örtlichen Anbaumethoden an dem vorgestellten Standort unproblematisch. Der Flächenanteil im WSG liegt weit unter dem niedersächsischen Durchschnitt, jedoch mit steigender Tendenz zu Lasten des Anteils an Bracheflächen.

 

Neufestsetzung des Wasserschutzgebietes (WSG) Hameln-Süd


 

Zentraler Punkt der diesjährigen Feldbereisung war die Neuausweisung der WSG Hameln-Süd. Seit dem 15.10.2009 ist die neue Verordnung zum WSG Hameln-Süd rechtskräftig. Andreas Bruns, Abteilungsleiter der Unteren Wasserbehörde der Stadt Hameln, erläuterte die Verfahrensschritte und Festsetzungen.

 

 

Ökokonto Tünderanger – Produktionsintegrierte Kompensation –


 

Bärbel Diebel-Geries vom Büro Geries stellte das soeben angelaufene Leaderprojekt Produktionsintegrierte Kompensationsmaßnahmen (PIK) vor. Bei der Stadt Hameln besteht seit 1999 ein Runder Tisch „Ökokonto Hameln“. Aufbauend auf der guten Zusammenarbeit der örtlichen Akteure soll geprüft werden, wie Kompensationsmaß­nahmen auf landwirtschaftlichen Flächen umgesetzt werden können. Ziel ist, dass die Flächen weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden und gleichzeitig natur­schutzfachliche Aufwertungen erreicht werden.

 

Ausstellung im Kundencenter


Im Rahmen einer vom BUND Niedersachsen erstellten Ausstellung „Heimatgenüsse aus Niedersachsen“ wird auch ein fotografischer Rückblick auf 20 Jahre „Kooperation im Grundwasserschutz“ gegeben. Die Ausstellung ist vom 7. bis zum 25. 6. im Kundencenter bei den Stadtwerken Hameln in der Hafenstraße zu sehen (Mo – Do von 8 bis 17 Uhr und Fr von 8 bis 15 Uhr) zu sehen.